11.03.2026
Technik, Fachwissen und ganz viel Menschlichkeit:
Für Sonja ist die Intensivpflege weit mehr als ein hochkomplexes medizinisches Umfeld. Seit vielen Jahren arbeitet sie als Dipl. Expertin Intensivpflege NDS HF temporär, selbstbestimmt und mit Raum für Reisen und humanitäre Einsätze.
Im Interview erzählt sie, warum sie sich für das Freelancen entschieden hat, was sie an flexMedics schätzt – und wie sie Beruf, Reisen und Herzensprojekte miteinander verbindet.
„Die IPS hat mich wegen ihres grossen Spektrums fasziniert“
Sonja, was hat dich ursprünglich zur Intensivpflege gebracht?
Ich wollte nicht dauerhaft auf einer normalen Abteilung bleiben und habe dann auf der Intensivstation und in der Anästhesie geschnuppert. Die Intensivpflege hat mich sofort gepackt, unter anderem wegen dem grossen fachlichen Spektrum.
Ich habe im Universitätsspital Zürich die Fachweiterbildung zur Dipl. Expertin Intensivpflege NDS HF absolviert und danach noch einige Jahre dort gearbeitet.
Was bedeutet dir der Pflegeberuf ganz persönlich?
Intensivpflege ist für mich eine Mischung aus hohem medizinischem, technischem Wissen und sehr viel Herz. Es geht um Menschen in extrem verletzlichen Situationen und immer auch um die Angehörigen.
Diese zwischenmenschliche Komponente ist ein ganz wesentlicher Teil meiner Arbeit.
Wie würdest du dich in drei Worten beschreiben – beruflich wie privat?
Abenteuerlustig, abwechslungsreich, neugierig.
Temporär arbeiten – mit viel Freiheit und einem starken Team
Seit wann bist du bei flexMedics im Einsatz?
Seit 2017. Ich kam damals gerade von einer längeren Reise zurück und habe online nach Einsatzmöglichkeiten gesucht. Zuerst war ich bei einer anderen Firma, später habe ich zu flexMedics gewechselt.
Seither arbeite ich immer wieder als Freelancerin – oft kombiniert mit längeren Reisen.
Was schätzt du besonders an der Zusammenarbeit mit flexMedics?
Obwohl man als Freelancerin formal zu keinem fixen Team gehört, gibt mir das Team von flexMedics genau dieses Gefühl zurück.
Es ist sehr persönlich, man kennt mich, meine Ideen, meine Pläne und interessiert sich ehrlich für mein Wohlbefinden.
Wir wachsen gemeinsam, und das spüre ich sehr stark.
Welche Vorteile bietet dir das Freelancen gegenüber einer Festanstellung?
Ganz klar: Reisen, wann und wie lange ich will.
Das wäre in einer Festanstellung kaum möglich. Absolute Freiheit gibt es nicht, aber das Freelancen kommt ihr ziemlich nahe. Natürlich gibt es auch hier Regeln, aber die Flexibilität ist enorm.
Medizin mit Sinn: Unterwegs auf dem Mercy Ships
Du engagierst dich auch regelmässig humanitär. Wie hat das begonnen?
Meine ersten Erfahrungen habe ich 2017 in Gambia gemacht, noch bevor ich bei flexMedics begonnen habe.
Eine Kollegin lebte dort und arbeitete im Medical Research Center. Das machte Lust auf mehr.
Du warst unter anderem mit Mercy Ships im Einsatz. Wie war das?
Ich hatte bisher zwei grössere Einsätze. Einer davon war mit einer spanischen Organisation in Bolivien.
Wir sind mit dem Boot von Dorf zu Dorf gereist, haben indigene Gemeinschaften besucht und einfache Gesundheitschecks gemacht: Blutdruck messen, Kinder wiegen, Schwangerschaften begleiten und ärztliche Untersuchung.
Medizinisch war das nicht sehr komplex, aber menschlich extrem eindrücklich.
2025 war ich dann mit Mercy Ships unterwegs. Zuerst in Sierra Leone, später in Madagaskar.
Patientinnen und Patienten kommen dort direkt auf das Schiff, um sich behandeln zu lassen. Es wird gezielt operiert, zum Beispiel gutartige Tumore, orthopädische Eingriffe, Hernien oder Augenoperationen.
Hochkomplexe IPS-Fälle gibt es kaum, alles ist sehr gut organisiert und durchgetaktet. Das gefällt mir.
Was geben dir diese Einsätze persönlich?
Sie schaffen ein Gefühl von Gerechtigkeit. In der Schweiz sind wir extrem privilegiert: Man geht ins Spital – und wird behandelt.
In vielen Ländern gibt es diese Selbstverständlichkeit nicht. Etwas zurückzugeben und konkret helfen zu können, erfüllt mich sehr.
Wie bereitest du dich auf solche Einsätze vor?
Eigentlich gar nicht klassisch. Ich bin es gewohnt mit dem Rucksack zu reisen – spontan und offen für alles.
Natürlich informiere ich mich über das Land, die Kultur und die aktuelle politische Situation. Denn ich gehe nicht nur als Privatperson, sondern vertrete auch eine Institution.
Zu viel Vorbereitung macht mich manchmal eher voreingenommen, das will ich vermeiden.
Zwischen Wochenplan und Weltreise – Pflege als Lebensmodell
Viele glauben, man müsse für solche Projekte beruflich zurückstecken. Wie erlebst du das?
Für mich funktioniert die Balance genau wegen des temporären Arbeitsmodells.
Ich kann Projekte planen, Pausen einlegen und danach wieder nahtlos in Einsätze einsteigen.
Wie hilft dir flexMedics konkret dabei?
Die Flexibilität und das Verständnis sind entscheidend.
Meine Einsätze lassen sich gut mit meinen Projekten kombinieren, und ich spüre echte Unterstützung, fachlich wie menschlich.
Einfach ausprobieren – und offen bleiben
Was würdest du Kolleginnen oder Kollegen raten, die mit temporären Arbeiten liebäugeln, aber noch zögern?
Einfach ausprobieren und eine Chance geben. Es gibt viele Freiheiten, aber auch Knackpunkte: Wechselnde Teams, weniger Sicherheit. Es ist nicht für alle – und das ist völlig in Ordnung.
Welche Rolle spielt flexMedics in deinem Lebensentwurf?
Eine sehr wichtige. Ohne diese Form der Zusammenarbeit könnte ich meine Projekte so nicht umsetzen.
Und wie sieht deine Zukunft aus?
Ich überlege mir aktuell eine Weiterbildung zur „Disaster Nurse“. Vielleicht zieht es mich auch wieder einfach mit dem Rucksack los.
Im Moment ist alles offen – und das fühlt sich genau richtig an.
Was bedeutet für dich berufliche Erfüllung – in einem Satz?
Wenn fachliche Kompetenz, Menschlichkeit und Freiheit zusammenkommen.
Bist auch du Neugierig geworden und an einer Zusammenarbeit mit flexMedics interessiert?
Möchtest du wie Sonja Beruf und Herzensprojekte miteinander verbinden – ohne dich für das eine oder das andere entscheiden zu müssen?
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