Temporärarbeit in der Anästhesiepflege: Von der Zwischenlösung zur neuen Normalität

17.07.2025

Der Pflegeberuf im Generellen verändert sich – und mit ihm die Erwartungen vieler Fachpersonen an ihren Arbeitsalltag. Starre Dienstpläne, hoher Druck und wenig Gestaltungsfreiheit lassen viele Pflegende nach Alternativen suchen. Eine davon ist die temporäre Arbeit. Was einst als Überbrückungslösung galt, ist heute für viele ein bewusster Lebensentwurf. 

Von der Überbrückungslösung zur Lebensform 

Temporäre Arbeit hat im Gesundheitswesen eine lange Geschichte. Anfangs wurde sie vor allem in Notlagen genutzt, zur Überbrückung von Personalausfällen oder zum Ausgleich von saisonalen Engpässen. Heute ist sie für viele Fachpersonen eine bewusste Entscheidung – nicht aus Mangel an Alternativen, sondern aus dem Wunsch nach Flexibilität, Selbstbestimmung und Work-Life-Balance. 

Temporärarbeit ermöglicht es, zwischen Einsätzen zu reisen, sich weiterzubilden oder einfach durchzuatmen. Das Spital, die Klinik wird zum Projektpartner auf Zeit – das Commitment liegt nicht in der Dauer, sondern in der Qualität der Zusammenarbeit. 

Eine, die genau das lebt ist Lena, Dipl. Expertin Anästhesiepflege NDS HF, 34 Jahre alt. Sie arbeitet temporär über flexMedics und rentanesth in verschiedenen Schweizer Spitälern. Zwischendurch gönnte sich Lena ein ganz besonderes Kapitel: Einen temporären Einsatz auf einem Kreuzfahrtschiff. Eine Erfahrung, die sie sich durch das flexible Arbeitsmodell bewusst ermöglichen konnte – und die beruflich wie persönlich Spuren hinterlassen hat. 

«Das war ein kleines Abenteuer. Ich musste niemanden fragen, ob ich dafür freibekomme – ich habe es einfach geplant», erzählt sie. 

An Bord war vieles anders als im gewohnten Spitalbetrieb: Weniger Technik, improvisiertere Abläufe, ein breiteres Aufgabenspektrum – von Labor über Röntgen bis zur medizinischen Erstversorgung. Gleichzeitig war da ein starkes Teamgefühl. «Man ist auf engem Raum unterwegs und muss sich aufeinander verlassen können. Das hat sehr gut funktioniert.» 

Auch persönlich war die Zeit prägend. «Ich habe gemerkt, wie sehr ich die Anästhesiepflege liebe – und dass mir der Kontakt zu den Patientinnen und Patienten fehlt, wenn ich ihn nicht habe. Ich habe grossartige Menschen kennengelernt und unglaublich schöne Orte gesehen. Es war ein intensiver, bereichernder Einsatz – und ein Beweis dafür, was temporäres Arbeiten möglich macht.» 

Von der Festanstellung zur Freiheit 

«In meinem Ausbildungsspital waren zeitweise auch Temporärmitarbeitende im Einsatz. Ihre Geschichten haben mich neugierig gemacht», erzählt Lena. Nach vier Jahren im gleichen Haus wollte sie neue OP-Luft schnuppern und herausfinden, wie andere Häuser arbeiten. «Temporäre Einsätze geben mir die Möglichkeit, verschiedene Spitäler kennenzulernen, ohne mich gleich fest zu binden. Und ich kann selbst entscheiden, wann ich arbeite.» 

Arbeiten, wo’s passt – leben, wann’s passt 

Ihre Einsätze koordiniert Lena über zwei unter anderem auf die Anästhesiepflege spezialisierte und sich ergänzende Agenturen. «Ich arbeite zwischen 80 und 100 Prozent – das wird von beiden Firmen gut abgestimmt. Manchmal werden mir Einsätze vorgeschlagen, manchmal bin ich schon fix eingeplant. Das funktioniert super.» 

Ihre Pausen plant sie gezielt – mal für ein Konzert, mal für eine längere Reise: «Im September nehme ich mir bewusst drei bis vier Wochen frei. Ich finde es toll, meine Freizeit aktiv gestalten zu können, ohne jedes Mal jemanden um Erlaubnis zu bitten.» 

Zwischen Offenheit und Skepsis 

Wer temporär arbeitet, trifft immer wieder auf neue Teams. «Meist werde ich gut aufgenommen – ich glaube, das liegt auch daran, wie man selbst auftritt. Es gibt manchmal Vorbehalte, weil man 'nur' temporär da ist. Aber oft schlägt das in Dankbarkeit um, wenn man sich engagiert. Ich wurde sogar schon gefragt, ob ich fest einsteigen will – das ist ein schönes Zeichen der Wertschätzung.» 

Was es braucht, um temporär zu arbeiten 

Flexibilität, Sicherheit im eigenen Arbeiten und eine gewisse Erfahrung – das sind für Lena die Grundpfeiler. «Direkt nach dem NDS hätte ich mir das nicht zugetraut. Man muss sich schnell an neue Situationen anpassen können und offen für andere Methoden und Sichtweisen sein.» 

Zwischen Freiheit und Herausforderung 

Vorteile sieht Lena viele: 

  • Selbstbestimmung 
  • abwechslungsreicher Alltag 
  • neue Menschen, neue Orte 
  • weniger emotionale Belastung durch interne Teamthemen 

Aber sie ist auch ehrlich: «Manchmal ist der Arbeitsweg weiter und nicht jeder Wunscheinsatz ist verfügbar. In den ersten Wochen eines neuen Einsatzes kann es schon mal vorkommen, dass ich mich frage, ob ein fester Platz nicht einfacher wäre.» 

Empfehlung mit Herz und Verstand 

Auf die Frage, ob sie Temporärarbeit weiterempfehlen würde, antwortet Lena ohne Zögern: «Ja – wenn man flexibel, offen und neugierig ist. Für mich ist es ein Weg, selbstbestimmt zu arbeiten, immer wieder Neues zu lernen – und vielleicht irgendwann den fast perfekten Arbeitsplatz zu finden.» 

Warum flexMedics AG? 

«Ich habe mich bei flexMedics von Anfang an wohlgefühlt. Die Kommunikation ist ehrlich, realistisch, und ich spüre: Da wird mitgedacht. Dass man jederzeit jemanden erreicht und dass auf meine Wünsche eingegangen wird gibt mir Sicherheit.» 

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