Flexibel arbeiten, Wissen weitergeben und Leben retten

24.06.2026

Wie Axel Dembeck seinen Beruf mit ehrenamtlichem Engagement auf Lesbos verbindet 

Fast 50 Jahre Erfahrung in Anästhesie, Intensiv- und Notfallmedizin, Einsätze in unterschiedlichsten Fachbereichen und gleichzeitig ein Herzensprojekt in Griechenland: Axel Dembeck zeigt, wie flexibles Arbeiten Freiräume schaffen kann – nicht nur für Erholung, sondern auch für Engagement, das weit über den Berufsalltag hinausgeht. 

Zwischen OP, Weiterbildung und freier Zeit 

Axel Dembeck ist Facharzt für Anästhesie und blickt auf eine lange Karriere im Gesundheitswesen zurück. Bereits mit 16 Jahren begann er im Rettungsdienst – damals noch als Träger (Transporthelfer). Später folgte ein Medizinstudium und fachspezifische Weiterbildungen in Intensiv- und Notfallmedizin sowie ärztliche leitende Funktionen, unter anderem in Interlaken und im Salem-Spital. 

Heute arbeitet er trotz Pensionierung weiterhin aktiv im Gesundheitswesen – unter anderem für flexMedics AG und rentanesth AG. Zusätzlich gibt er Mega-Code-, BLS-AED- und fachspezifische Schulungen sowie Einführungen in die Notfallmedizin (Dienstarztkurs) mit der SGNOR.  

Sein Berufsalltag ist bewusst flexibel gestaltet. Mal arbeitet er in der Augenheilkunde, mal in der Urologie, manchmal begleitet er Kindernarkosen oder unterstützt in anderen Fachbereichen. Rund zwei bis drei Wochen pro Monat ist er im Einsatz – die restliche Zeit nutzt er bewusst für Erholung, Reisen, Zeit mit den Enkelkindern und Singen im Gospelchor. 

Wie ein persönliches Erlebnis alles verändert hat 

Der Auslöser für sein Engagement war ein Erlebnis während eines Aufenthalts auf Lesbos. Eine Frau hatte sich die Hüfte gebrochen. Die Ambulanz traf erst rund 90 Minuten später ein – praktisch ohne Material oder notfallmedizinische Ausrüstung. 

„Im Gespräch mit den Ambulanzmitarbeitenden wurde mir klar: Das Problem ist nicht fehlender Wille, sondern fehlende Mittel, fehlende Ausbildung und fehlende Strukturen.“ 

Heute engagiert sich Axel gemeinsam mit anderen Helfenden dafür, die notfallmedizinische Versorgung auf der Insel zu verbessern. Die Situation sei teilweise erschütternd: „Viele Ambulanzen seien nur minimal ausgestattet, Fahrer hätten oft keine notfallmedizinische Ausbildung und die Leitstelle bestehe im Grunde aus einem Telefon, bei dem gehofft wird, dass gerade jemand verfügbar ist. “ 

Trotzdem habe sich bereits viel entwickelt 

Mittlerweile konnten Ambulanzen organisiert und Material beschafft werden. Gemeinsam mit Unterstützenden und Unternehmen wurden Übungspuppen, Ausbildungsmaterialien und medizinische Ausrüstung finanziert. Vieles davon spendet Axel auch selbst. 

Wissen weitergeben statt High-End-Medizin 

Im Zentrum seines Engagements stehen Schulungen und Ausbildung. 

Axel unterrichtet Kinder in Schulen, organisiert First-Responder-Kurse für Feuerwehren, schult Rettungsdienste und trainiert junge Ärztinnen und Ärzte in realistischen Megacode- und Traumaszenarien. 

Besonders wichtig ist ihm dabei eine Botschaft: 

„Einfache Dinge können Leben retten. Dafür braucht es nicht immer High-End-Medizin.“ 

Bereits Kinder lernen auf Lesbos spielerisch die Grundlagen der Wiederbelebung. Ab der dritten Klasse wird Herzdruckmassage geübt. Für Axel einer der schönsten Teile seines Engagements: 

„Kinder kann man begeistern. Schulungen retten Leben.“ 

Oft erzählen die Kinder zuhause begeistert von den Schulungen weiter. Und nicht selten entsteht daraus spontan der Wunsch der Eltern, ebenfalls mehr über Erste Hilfe und Notfallmedizin zu lernen. So wird kurzerhand auch noch ein Abendkurs für Eltern organisiert – ganz unkompliziert und mit grossem Interesse aus der Bevölkerung. 

Eine Insel, die etwas zurückgegeben hat 

Lesbos bedeutet für Axel weit mehr als nur ein Projekt. 

Die Insel habe ihn über viele Jahre begleitet und ihm persönlich viel gegeben – gerade in wichtigen Lebensphasen. Die Herzlichkeit der Menschen habe ihn tief beeindruckt. 

Eine Geschichte ist ihm besonders geblieben: „Mitten in der Nacht blieb sein Motorrad liegen. Ein Einheimischer wollte helfen. Als klar wurde, dass kein Taxi organisiert werden konnte, bot der Mann kurzerhand sein eigenes Auto an – obwohl sie sich nicht kannten. “ 

Als Axel das Angebot dankend annehmen wollte, meinte der Einheimische jedoch schmunzelnd, dass er sein Auto ja nicht einfach einem Fremden geben könne, das müsse man zuerst ändern. Also setzten sich die beiden zusammen, tranken einen Uzo und lernten sich kurz kennen. Erst danach überliess ihm der Mann ganz selbstverständlich sein Auto. 

Für Axel steht diese Begegnung sinnbildlich für die Offenheit, Herzlichkeit und Menschlichkeit, die er auf Lesbos immer wieder erlebt. Genau diese Erlebnisse haben ihn geprägt und in ihm den Wunsch geweckt, den Menschen auf der Insel etwas zurückzugeben. 

Flexibles Arbeiten schafft Möglichkeiten 

Früher investierte Axel einen grossen Teil seiner Ferienzeit in das Projekt auf Lesbos. Heute, nach seiner Pensionierung, kann er sein Engagement noch freier gestalten und seine Einsätze flexibel planen. 

Gerade diese Kombination aus weiterhin aktivem Arbeiten und bewusst gewonnener Freiheit schätzt er besonders. Denn moderne und flexible Arbeitsmodelle ermöglichen nicht nur berufliche Einsätze nach individuellen Bedürfnissen, sondern schaffen auch Raum für persönliche Projekte, Erholung und ehrenamtliches Engagement. 

Flexibles Arbeiten kann so auch dazu beitragen, dass erfahrene Fachpersonen dem Gesundheitswesen länger erhalten bleiben und ihr Wissen weiterhin einbringen. 

Dankbarkeit für ein funktionierendes Gesundheitssystem 

Die Erfahrungen in Griechenland haben auch seinen Blick auf das Schweizer Gesundheitswesen verändert. 

„Wir sind hier extrem privilegiert.“ 

Viele Dinge, die in der Schweiz selbstverständlich erscheinen, seien in anderen Ländern kaum verfügbar. Gerade deshalb sei es wichtig, Wissen weiterzugeben und junge Menschen für medizinische Berufe und Notfallmedizin zu begeistern. 

Flexibilität bedeutet nicht Stillstand 

Das Beispiel von Axel zeigt eindrücklich: Flexible Arbeitsmodelle und berufliche Erfahrung können neue Möglichkeiten schaffen – für Fachpersonen selbst, aber auch für Menschen weit über die Schweiz hinaus. 

Und manchmal entstehen genau daraus Projekte, die Leben verändern können. 

Raum für das, was dir wichtig ist 
Ob ehrenamtliches Engagement, Reisen, Familie oder persönliche Projekte – flexible Arbeitsmodelle können dabei helfen, Beruf und persönliche Herzensprojekte miteinander zu verbinden. 

Wenn du mehr darüber erfahren möchtest, wie flexible Einsatzmodelle bei flexMedics aussehen können, freuen wir uns auf einen unverbindlichen Austausch. 

Hier findest du weitere Informationen oder kannst direkt Kontakt mit uns aufnehmen: https://flexmedics.ch/fuer-stellensuchende/temporaerstellen  

UNSERE ADRESSE

flexmedics AG
Bahnhofstrasse 17
CH-5000 Aarau

Karte Öffnen