20.11.2023
Ein Blick auf die aktuellen Statistiken zeigt, dass in der Schweiz aktuell ein Mangel an Pflegekräften vorherrscht – nicht erst seit der Corona Pandemie. Die Leittragenden sind nicht nur diejenigen, die im Alter auf Leistungen aus dem Bereich der Pflege angewiesen sind. Es sind auch diejenigen, die in der Pflege arbeiten.
Immerhin sind sie aufgrund des vorherrschenden Fachkräftemangels dazu gezwungen, noch mehr Aufgaben zu übernehmen.
Keine Frage: Der aktuelle Pflegenotstand zeigt, wie wichtig es ist, sich auf die Suche nach Lösungen zu begeben. Aber was könnte dabei helfen, mehr Menschen davon zu überzeugen, beispielsweise auf der Basis von Festanstellungen oder in Temporärstellen hier tätig zu werden? Die folgenden Abschnitte gehen auf die Gründe für den Notstand, aber auch auf mögliche Gegenmassnahmen ein.
Viele Experten sind der Meinung, dass es sich beim aktuellen Pflegenotstand noch nicht um die Spitze des Eisbergs handelt und dass sich das Arbeiten in der Schweiz in den kommenden noch weiter verändern wird. Wer hieran etwas ändern möchte, sollte sich natürlich im ersten Schritt fragen, wie es überhaupt so weit kommen konnte. Was hat den Pflegenotstand in der Schweiz hervorgerufen? Warum fällt es aktuell so schwer, dem Ansturm von Patienten und pflegebedürftigen Personen gerecht zu werden? Mangelt es „nur“ an Menschen, die in Führungsstellen arbeiten wollen oder befindet sich das komplette System in einer Art „Schieflage“? Wie so oft, gibt es hierauf offenbar keine standardisierte Antwort. Das Gefälle zwischen Pflegenden und Menschen, die gepflegt werden müssen, lässt sich unter anderem mit den folgenden Details begründen:
Die oben genannten Punkte zeigen, dass es nicht „den einen, klassischen Grund“ gibt, der dazu führte, dass das System ins Wanken geraten ist. Glücklicherweise gibt es auch viele Menschen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, die Situation für alle Beteiligten zu verbessern. Das bedeutet: Es gibt Lösungsansätze!
Im Laufe der letzten Jahre haben sowohl weite Teile der Gesellschaft als auch die Politik erkannt, dass es definitiv an der Zeit ist, im Bereich der Pflege umzudenken. Eine wichtige Rolle spielt in diesem Zusammenhang die Pflegeinitiative. Es ist noch nicht allzu lange her, dass im Parlament ein Paket für deren Umsetzung verabschiedet wurde.
Der Inhalt: Der Bund hat sich dazu verpflichtet, eine halbe Milliarde Franken (in den kommenden acht Jahren) in die Ausbildung von Pflegefachpersonal zu investieren. Ergänzend hierzu ist es jedoch auch wichtig, dass sich die einzelnen Kantone dazu entschliessen, das Vorhaben zu unterstützen. Ihre Aufgabe wäre es in diesem Zusammenhang, 50 Prozent der Mittel bereitzustellen. Und genau hierin scheint das Problem zu liegen. Einige Kantone scheinen weniger motiviert zu sein, sich dementsprechend zu engagieren.
Zudem zeigt der Plan weitere Lücken. Angenommen, das Konzept ginge auf und es würden sich mehr Menschen dazu entscheiden, eine Ausbildung im Bereich der Pflege zu absolvieren: Die Belastung, der jeder Mensch hier ausgesetzt wäre, wäre immer noch sehr hoch. Daher machen sich schon jetzt viele dafür stark, dass die Dienstpläne in Krankenhäusern und Pflegeheimen arbeitnehmerfreundlicher werden sollen. Ideen, die im Fokus stehen, sind unter anderem Möglichkeiten der Kinderbetreuung und Vereinfachungen im Bereich der Dokumentation.
All diese Pläne sollen das Arbeiten in der Pflege attraktiver machen – und somit letztendlich auch dafür sorgen, dass sich die Zustände nicht noch weiter verschlimmern.
flexmedics AG
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