CIRS: Fehlerkultur in der Pflege

28.08.2023

Pflege Temporärstellen: CIRS & Fehlerkultur in der Pflege

Im medizinischen Setting kann es trotz sicherheitsfördernden Maßnahmen zu Fehlern kommen, die unter bestimmten Voraussetzungen vermeidbar gewesen wären. Darum ist das Bewusstsein für eine positive Fehlerkultur und ein effektives Fehlermanagement entscheidend, denn nur so kann die Patientensicherheit erhöht die Qualität der Versorgung kontinuierlich verbessert werden. 

Fehler passieren

Die Wahrheit ist: Auch wenn es in der Pflege oder generell im Gesundheitswesen nicht vorkommen sollte, so passieren auch hier Fehler. Sie sind ein Teil des menschlichen Lebens und können nicht vollständig eliminiert werden. Es ist wichtig, diese Tatsache zu akzeptieren und eine positive Fehlerkultur zu pflegen, in der Fehler als Lernmöglichkeit und nicht als Versagen betrachtet werden. In einer solchen Kultur werden die Mitarbeiter ermutigt, Fehler offen zu diskutieren und aus ihnen zu lernen, um zukünftige Zwischenfälle zu vermeiden.

In der Pflege ist CIRS ein wichtiges Instrument, um diese Kultur der Transparenz und des Lernens zu unterstützen. Durch die Meldung und Analyse von Beinahe-Unfällen und Zwischenfällen ermöglicht das (Critical Incident Reporting System) CIRS die Erkennung von Mustern und Trends, die auf systemische Probleme hinweisen können. Man gibt den Mitarbeitern mit der Softwarelösung praktisch ein Instrument an die Hand, das dabei hilft, kontinuierliche Verbesserung in der Pflegeeinrichtung umzusetzen.

Fehlerprävention durch das Critical Incident Reporting System

Fehler können katastrophale Folgen haben, insbesondere in der medizinischen Praxis. Um die Patientensicherheit zu gewährleisten, ist es von größter Bedeutung, Fehler rechtzeitig zu identifizieren und zu verhindern. Das CIRS ist ein zentrales Instrument zur Förderung dieser Fehlerprävention. Es bietet eine Plattform, auf der Mitarbeitende "Beinahe-Unfälle" und Zwischenfälle melden können. Diese Informationen werden dann analysiert, um potenzielle Risiken und Schwachstellen im System zu identifizieren.

Die Anonymität, die das CIRS bietet, ermöglicht es den Mitarbeitern, Zwischenfälle ohne Angst vor Repressalien zu melden. Dies fördert eine Kultur der Offenheit und des Lernens, in der Fehler als Gelegenheit zur Verbesserung und nicht als Versagen gesehen werden. Auf diese Weise trägt das CIRS dazu bei, die Patientensicherheit und die Qualität der Pflege in der Schweiz zu erhöhen, unabhängig davon, ob es sich um eine Festanstellung, eine Temporärstelle oder eine Führungsposition handelt.

Konstruktive Fehlerkultur: Mut zur offenen Kommunikation

Ein wesentliches Element einer konstruktiven Fehlerkultur ist der Mut und die Bereitschaft der Mitarbeiter, ihre Bedenken laut zu äußern, sobald sie einen Fehler oder ein potenzielles Risiko erkennen. Diese "Speak-up"-Kultur ist von entscheidender Bedeutung, da sie dazu beiträgt, dass Gefahren frühzeitig erkannt und beseitigt werden.

In diesem Zusammenhang bietet das Critical Incident Reporting System (CIRS) eine sichere Plattform. Es ermöglicht den Mitarbeitern in Festanstellung oder auch Temporärstellen, Vorfälle anonym zu melden, ohne negative Konsequenzen für ihre berufliche Laufbahn befürchten zu müssen. Damit unterstützt das CIRS nicht nur das Lernen aus Fehlern, sondern fördert auch eine transparente und offene Arbeitsatmosphäre, in der die Patientensicherheit oberste Priorität hat.

Die Rolle der Führung in der Fehlerkultur

Führungskräfte spielen eine entscheidende Rolle bei der Schaffung und Aufrechterhaltung einer positiven Fehlerkultur. Sie sind nicht nur für die Implementierung von Systemen wie CIRS verantwortlich, sondern auch für die Schaffung eines Umfelds, in dem sich die Mitarbeiter sicher fühlen, Fehler zu melden und aus ihnen zu lernen. Sie geben den Ton an und setzen die Erwartungen für das Verhalten und die Einstellung der Mitarbeiter gegenüber Fehlern.

Führungskräfte müssen daher selbst eine offene Haltung gegenüber Fehlern einnehmen und ein Vorbild für Lernen und kontinuierliche Verbesserung sein. Sie müssen auch sicherstellen, dass die Mitarbeiter die notwendige Unterstützung und Schulung erhalten, um Fehler zu erkennen und zu melden, und dass sie die Bedeutung ihrer Rolle bei der Gewährleistung der Patientensicherheit verstehen.

Fazit

Die medizinische Praxis, insbesondere die Pflege, ist ein Bereich, in dem trotz bester Absichten und sorgfältiger Maßnahmen Fehler auftreten können. Diese Fehler sind unvermeidbare Aspekte menschlichen Handelns, aber ihr Potenzial, die Patientenversorgung negativ zu beeinflussen, muss minimiert werden. Eine positive Fehlerkultur ist daher unerlässlich und erfordert ein effektives Fehlermanagement, das die Patientensicherheit gewährleistet und die Versorgungsqualität kontinuierlich verbessert. Das Critical Incident Reporting System (CIRS) spielt dabei eine entscheidende Rolle, indem es eine sichere und anonyme Plattform für die Meldung und Analyse von Beinahe-Unfällen und Zwischenfällen bietet. Durch das Erkennen von Mustern und Trends unterstützt das CIRS das Lernen aus Fehlern und trägt zur kontinuierlichen Verbesserung der Gesundheitseinrichtungen bei.

 

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