Blut- und Organspende: Alles, was Sie wissen müssen

23.10.2023

Blut- und Organspende: Alles, was Sie wissen müssen - Temporärbüro Pflege

Egal, ob nach einem Unfall oder im Zusammenhang mit Operationen beziehungsweise Krankheiten: Viele Menschen sind in besonderen Lebenssituationen auf Blut angewiesen. Blutspende SRK Schweiz hat es sich zur Aufgabe gemacht, dafür zu sorgen, dass möglichst alle, die einen entsprechenden Bedarf haben, optimal versorgt werden können. 

Ein Blick auf das Gesundheitswesen zeigt jedoch, dass es sich hierbei um eine Herausforderung handelt. Denn: Einer vergleichsweise grossen Anzahl an Menschen, die Blut benötigen, stehen oft wenige Spender gegenüber. Eine Blutspende kann im Extremfall jedoch – ebenso wie eine Organspende – Leben retten. 

In ärmeren Ländern gestaltet sich die Situation noch schwieriger. Hier mangelt es oft an einer entsprechenden Infrastruktur, aber auch an technischer Ausrüstung, so dass es schwierig wird, die nötigen Blutspenden genau dorthin zu bringen, wo diese benötigt werden. 

Unabhängig davon sind die Verantwortlichen (und natürlich auch die Personen, die das Blut benötigen) auf freiwillige Spender und Spenderinnen angewiesen. Eine klassische Hürde: Viele Menschen sind deutlich eher dazu bereit, einem Bekannten oder einem Familienmitglied als einer fremden Person Blut zu spenden. Und genau hieraus resultiert ein Mangel, der die Prognose im Zusammenhang mit Krankheiten und Verletzungen oft deutlich verschlechtert. 

Diese Möglichkeiten gibt es, wenn Sie Blut oder Organe spenden wollen

Sie möchten helfen und Blut oder nach Ihrem Tod Organe spenden? Die Hürden, die es in diesem Zusammenhang zu überwinden gilt, sind im Laufe der Zeit immer niedriger geworden. Und auch in Zukunft wird es wahrscheinlich noch leichter sein, zu spenden. Wenn Sie Blut spenden möchten, haben Sie unter anderem die Möglichkeit, an entsprechenden Aktionen teilzunehmen. Die jeweiligen Termine und aktuelle Infos hierzu werden auf den Seiten des SRK veröffentlicht. 

Mit Hinblick auf Organspenden wird sich in Zukunft aller Wahrscheinlichkeit nach einiges verändern. Aktuell gilt:

  • Wer in der Schweiz Organspender sein möchte, braucht entweder eine Spendekarte oder muss seinen Willen über eine Patientenverfügung oder das elektronische Patientendossier (kurz: EPD) festhalten. 
  • Zudem ist es ratsam, seine Angehörigen zu informieren, um sicherzustellen, dass bei Bedarf schnell gehandelt werden kann. Immerhin könnte es sein, dass die entsprechende Willenserklärung nach einem Unfall nicht direkt aufgefunden wird. 

Die Wahrscheinlichkeit, dass sich das Prozedere in Zukunft verändern wird, ist jedoch hoch. Schon im Jahr 2025 könnte es sein, dass ein Mensch automatisch zum Organspender wird, wenn er nicht festhält, dass er dies NICHT möchte

Oder anders: Wer keine Organe spenden möchte, muss zwangsläufig ein Dokument erstellen, aus dem sein Wille klar hervorgeht. Ansonsten wird er automatisch zum potenziellen Organspender. Hierbei werden – vermutlich ab dem Jahr 2025 – für die Schweiz die folgenden Regeln gelten: 

  1. Personen ab 16 Jahren gelten automatisch als Organspender. 
  2. Wer seine Organe nicht spenden möchte, muss dies festhalten.
  3. Am sichersten ist es, den Widerspruch im Register des Bundes zu vermerken. Aber: Auch Angehörige sind dazu berechtigt, die Organentnahme abzulehnen. 
  4. Sind besagte Angehörige nicht erreichbar, dürfen auch keine Organe entnommen werden.

Wie bereits angedeutet, handelt es sich hierbei um eine Prognose.

Blutspenden in der Schweiz: Die aktuelle Lage

Obwohl sich in der Schweiz derart viele Menschen und Organisationen für das Blutspenden einsetzen und obwohl Technik und Infrastruktur modernen Standards unterliegen, herrscht mit Hinblick auf Blutspenden ein Mangel vor. Daher ruft unter anderem das SRK immer wieder neue Projekte ins Leben, die die Menschen weiter sensibilisieren sollen. 

Immerhin ist es durchaus möglich, dass diejenigen, die sich aktuell noch gegen das Spenden von Blut entscheiden, eventuell irgendwann in Zukunft auch auf Hilfe von Fremden (oder Bekannten) angewiesen sind. 

Blut- oder Organspende: Das sagt der Bund

Wie bereits weiter oben erwähnt, beschäftigt sich auch der Bund mit diesem durchaus wichtigen Thema. Vor allem die geplanten Neuerungen rund um Organspenden, aber auch fortwährende Kampagnen, in deren Zusammenhang die Notwendigkeit von Blutspenden immer weiter in den Fokus gerückt wird, könnte in Zukunft dafür sorgen, dass die Zahlen der freiwilligen Spender steigen. 

Wie in vielen anderen Bereichen mangelt es häufig an Aufklärung. Oder anders: Wer möglicherweise der Meinung ist, dass ohnehin ausreichend Blutkonserven vorhanden sind und dass die Anzahl der Organspender ausreicht, um den vorhandenen Bedarf zu decken, könnte zu dem (Trug-)Schluss kommen, dass die eigene Initiative schlicht nicht gebraucht wird. Daher dürfte es auch in Zukunft umso wichtiger sein, die Menschen weiter zu sensibilisieren, um letztendlich nicht nur Betroffenen in der Schweiz, sondern auch Personen in anderen Ländern der Erde helfen zu können

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