Betriebliches Gesundheitsmanagement: Lohnt sich die Investition?

31.07.2023

In Zeiten, in denen der Arbeitsmarkt von einem hohen Wettbewerb um Führungsstellen, Temporärstellen und Festanstellungen geprägt ist, rücken auch betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) und die Förderung der Mitarbeitergesundheit verstärkt in den Fokus der Unternehmen. Doch lohnt sich die Investition in diese Massnahmen tatsächlich? Laut verschiedenen Quellen und Expertenmeinungen ist die Antwort eindeutig: Ja! Eine ganzheitliche und nachhaltige Betrachtung der Mitarbeitergesundheit zahlt sich langfristig aus und kann sowohl die Produktivität als auch das Wohlbefinden der Beschäftigten steigern.

Gesundheit ist auch eine Frage der Unternehmenskultur

Für die Gesundheit und das Wohlbefinden der Mitarbeitenden spielt die Unternehmenskultur eine wichtige Rolle. Ein Schlüsselelement hierbei ist die Arbeitsbelastung, die sowohl auf physischer als auch auf psychischer Ebene erheblichen Einfluss hat. Indem Unternehmen ihre Betriebsabläufe und Arbeitszeitmodelle so gestalten, dass sie eine harmonische Work-Life-Balance unterstützen, tragen sie zur Reduzierung von Stress und Erschöpfung bei ihren Beschäftigten bei.

Auch das Führungsverhalten spielt eine wichtige Rolle. Eine gute Führungskraft wirkt als Vorbild und schafft ein Klima des Vertrauens, Offenheit und Anerkennung. Sie gibt klare Ziele und Aufgaben vor, lässt den Mitarbeitenden aber genügend Freiraum, um Eigenverantwortung und Motivation zu fördern. Eine positive Führungskultur ermöglicht es den Mitarbeitenden, ihre Talente zu entfalten und eine starke Bindung zum Arbeitgeber aufzubauen.

Nicht zu vernachlässigen ist das Teamklima, das für die Gesundheit am Arbeitsplatz eine entscheidende Rolle spielt. Ein unterstützendes und kooperatives Arbeitsumfeld, in dem sich die Teammitglieder gegenseitig respektieren und unterstützen, fördert das Wohlbefinden. Unternehmen sollten daher gezielte Massnahmen zur Förderung eines positiven Teamklimas ergreifen, wie z. B. Teambuilding-Veranstaltungen, regelmässige Kommunikation und Möglichkeiten zum Austausch und zur Zusammenarbeit.

Firmen, die eine gesunde Unternehmenskultur verankern, leisten eine dauerhafte Investition in die Gesundheit und das Wohlbefinden ihrer Belegschaft. Diese Investition hat nicht nur positive Auswirkungen auf die persönliche Gesundheit jedes Einzelnen, sondern fördert ebenfalls die Gesamtleistung und Produktivität des Unternehmens. Eine gesunde Unternehmenskultur stärkt die Identifikation der Beschäftigten mit ihrem Arbeitgeber und fördert deren langfristige Motivation und Loyalität.

Es ist daher unbestritten, dass die Unternehmenskultur eine wesentliche Rolle für die Gesundheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter spielt. Unternehmen mit gesunder Unternehmenskultur schaffen positive Arbeitsatmosphäre für Mitarbeiter, um ihr Potenzial zu entfalten. Dies ist ein zentraler Schritt auf dem Weg zu einem erfolgreichen und nachhaltigen betrieblichen Gesundheitsmanagement.

Erfolgreiches Betriebliches Gesundheitsmanagement: Wie Partizipation gelingt

Die erfolgreiche Implementierung des Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) hängt entscheidend von der aktiven Beteiligung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ab. Ihre Einbeziehung in die Konzeption und Durchführung von Gesundheitsmassnahmen ist essenziell. Nur wenn Beschäftigte ihre Bedürfnisse und Anliegen artikulieren können, entsteht eine individuell zugeschnittene und wirkungsvolle Gesundheitsförderung. Offene Kommunikation, kontinuierliche Feedback-Sessions und Mitbestimmungsmöglichkeiten sind daher unverzichtbare Bestandteile eines erfolgreichen BGM.

Um alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu erreichen und nachhaltig für das BGM zu begeistern, gilt es, die unterschiedlichen Zielgruppen präzise zu definieren. Auf dieser Grundlage sollten Kommunikationskanäle, Inhalte und Massnahmen abgestimmt werden. Büroangestellte können über E-Mails, das Intranet oder interne Newsletter erreicht werden. Für Mitarbeitende in der Produktion, Logistik oder im Aussendienst sind hingegen Flyer, Aushänge oder interne Apps effektiver.

Es ist ebenfalls wichtig zu verstehen, was die diversen Zielgruppen motiviert. Während die Geschäftsleitung den BGM-Erfolg beispielsweise an Leistungskennzahlen wie Produktivitätssteigerung und reduzierten Krankheitsabsenzen misst, sind für die Arbeitssicherheitsverantwortlichen etwa verminderte Betriebsunfälle relevant. Die Kommunikation sollte Emotionen einbeziehen, etwa durch das Feiern gemeinsamer Erfolge oder das Teilen persönlicher Erfolgsgeschichten von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die durch das BGM gesünder und leistungsfähiger wurden.

Ein effektives BGM erfordert eine durchdachte Kommunikationsstrategie. BGM-Verantwortliche können dabei die Unterstützung der internen Kommunikationsabteilung oder Experten aus den Bereichen Marketing oder Vertrieb in Anspruch nehmen. Die Einbeziehung aller Beteiligten ist entscheidend, um sicherzustellen, dass sich alle engagieren. Wenn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Beginn an in die Gestaltung der BGM-Massnahmen einbezogen werden, steigt ihre Motivation zur aktiven Teilnahme.

Die Kommunikation sollte klar und verständlich sein, Fragen zeitnah beantworten und Transparenz gewährleisten. Es ist wichtig, regelmässig zu überprüfen, ob die Kernbotschaft des BGM klar verstanden wird. Wenn notwendig, sollten Anpassungen vorgenommen werden, um die Unterstützung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sicherzustellen. Die interne BGM-Kommunikation ist ein kontinuierlicher Entwicklungsprozess.

Fazit

Die Investition in betriebliches Gesundheitsmanagement lohnt sich auf vielfältige Weise. Nicht nur steigert es das Wohlbefinden und die Zufriedenheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Es kann auch die Produktivität und Motivation im Unternehmen erhöhen. Eine gesunde Unternehmenskultur, die auf die Bedürfnisse der Beschäftigten eingeht, und die Partizipation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind dabei entscheidende Erfolgsfaktoren. Indem Unternehmen in die Gesundheit ihrer Belegschaft investieren, legen sie den Grundstein für langfristigen Erfolg und Wettbewerbsfähigkeit in einer sich stetig verändernden Arbeitswelt.

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